norbert trawöger


Zeit.Schrift
Zeit.Schrift

Über die
Wolllust
oder die Kunst,
den Faden nicht zu verlieren.

zuckerbutterbrot

zuckerbutterbrot

zur Vernissage von Arno Jungreithmeier
Galerie Forum Wels 27.10.2010

Zuckerbutterbrot und Schach ist im Landstrich 2010 erschienen.

zuckerbutterbrot

außer sich.

Rede zur Eröffnung der Jahresausstellung "Jeder Künstler ist ein Mensch"

Galerie Forum Wels 28.11.2012

kunst.reden

kunst.reden

NT und Erwin Burgstaller
Galerie Forum Wels 14.03.2012
Fotos: Andrea Bauer

Kosmos Österreich Berlin 01-02/2009

auf gehör. klang.reden

ist ein wucherndes poetisches Schreibprojekt weitum Musik.

aus expositio

(.....) Ich nehme wunder wohin sich die Zeit beseitigt hat, bin ich doch phasenweise in einen Sekundenschlaf, einen Schwellengesang, eine Transitmusik gekippt, die in süßer Anarchie jenseits von dort führt. Gerade an den explosionsbereiten Rändern nutzen die Lavaströme das Ermüdungspotential ihrer Eruptionsbahnen gerne aus. Zu wahr, um schön zu sein. Ein Naturereignis, das keinen unerklärbaren Phänomenen frönt und noch zu späterer Stunde als Ohrwurm herumkriecht, der jedem Lärm die Stacheln aus dem Klangfleisch zieht, um in den Gesang der stillenden Mütter einzustimmen.
Gurgelmutterschaft, die die Töne zum Fliegen bringt (.....)

Das Vogelstück verlangt eine Gelenkigkeit, ein gehöriges Rachepotential, das bis heute ein Zucken in den Knien verursacht. Der Mensch ist ein Tänzer, der sich in Ländereien wegdrehen will, in denen Kein Stundenplan am Tagesprogramm stehen.
In die Vollen greifen. Keinerlei Vegitarismus. (.....)

Ich kippe in ein Purgatorium, eine Musik der Läuterung, die mir das Denken reinigt und in ihrer Augenblicklichkeit von der Ewigkeit zu erzählt. Es ist keine Erzählung, in der ich nur Horchender bleiben kann, sondern zum Transformationsverbündeten per se werde. Meine en Trommelfelle werden zu Seismographen erhellender Eskalation werden. Ich stöbere Nester auf, grabe Gänge und finde das “Halleluja” und die Hymne engumschlungen im Bett. Sie zeugen im Klangrausch ein Kind. Publikumsseitig wurde mit Euphorie reagiert. In Bad Ischl wohlgemerkt. (...)

Klang.Reden oder Am Ziel ist das Spiel der Stil
Leseperformance in der Galerie Forum Wels
6. Oktober 2010 / Fotos oben: Francesca Canali

kursiv Jahrbuch 2009

libretti

DIE PRINZESSIN

Ein Märchen von Arnold Schönberg, in Musik gesetzt von Balduin Sulzer, textlich adaptiert von Norbert Trawöger - mehr hier ...


LIEBESLUFT

eine art bläseroper.
viel mehr ein windsingspiel.

vier sänger.
eine handvoll bläser.
der mond.
der wind.
die liebe.
die luft.

Musik von Gunter Waldek
Libretto von Norbert Trawöger

Regie: Alexander Hauer
in den Hauptrollen: Kerstin Möseneder, Eva-Maria Schmid, Martin Kiener, Reinhard Mayr
"Windmachermusikanten"
Musikalische Leitung: Norbert Hebertinger
an einem ungewöhnlichen ort

Uraufführung: 14.05.2010 - Grieskirchen
Oktober 2010 - Gastspiel am Linzer Landestheater

"... eine fulminante Parodie und giftspritzende Satire auf eine heilige oberösterreichische Kuh, die Blasmusikkapellen und ihre filigranen gesellschaftlichen und gruppendynamischen Strukturen samt den dazugehörigen hypersensiblen Psychobefindlichkeiten. Norbert Trawögers umwerfend treffsichere Opernstory, dazu die in ihren Verfremdungen der herkömmlichen Blasmusikästhetik schlichtweg genialen Musik Gunter Waldeks - das 'Wertungsspiel' und die gezielten Falsch-Intonationen suchen ihresgleichen; man müsste wohl ins tiefste Kalabrien auswandern, um je wieder einen derart kläglichen Trauermarsch zu hören, wie man ihn im 'Windsingspiel' genießen durfte."
Kronen Zeitung, 31.10.2010

liebesluft

Windverwehungen
Verwegene Gedankensplitter des "Liebesluft"-Librettisten.

"Tradition ist Schlamperei!", hat Gustav Mahler gesagt und damit eingemahnt, dass Tradition nicht Anbetung der Asche, sondern Weitergabe des Feuers ist. Was man zu Hören bekommt, bildet einen eminenten Bestandteil jeder Tradition. Die heimischen Blasmusiken gehören zum wertvollsten unserer Volkskultur. Sie stiften uns Oberösterreichern Identität, in dem sie uns unser Land hören lassen und in der Art zum Klingen bringen, wie es schon unsere Vorfahren getan haben. Ihre Klänge sind die "Musique d’ameublement" unseres Landstriches. In ihren Tönen steckt Heimat.

Humor bzw. Lachen erlaubt es ein "Beobachtungsobjekt" respektvoll "zu verfremden, zu karikieren, zu persiflieren und zu travestieren. Und auch den Mut aufzubringen, sich selbst als 'Beobachtungsobjekt' ins Fadenkreuz zu nehmen.", wie es Balduin Sulzer so treffend ausdrückte, der dem Windsingspiel "Liebesluft" das spontane und herzhafte Prädikat "eine Wucht" zuteil werden ließ.

liebesluft
Fotos: Cityfoto.at

Absicht dieses Windsingspiels war es einen der wichtigsten Traditionsträger und -überträger - unsere Blasmusiken - ins Fadenkreuz zu nehmen. Mut war insofern nicht erforderlich, da es sich nicht um eine billige Belustigung handelt, sondern die Räume endes Humors, der Komödie aufreißt, um zum Eintreten einzuladen. Aus der Distanz der Karikatur wird mitunter reales Vereinsgeschehen in einen Kontext transferiert, der dem Feuer der Tradition eine mögliche Ölspur zum lebendigen Weiterlodern legt. In Art einer Fata Morgana, die es nur in der Imagination geben kann, die aber dazu ermuntern, weiterzuträumen, auf Visionen zu achten und damit den Puls erhöht hält. Nicht umsonst ist der Ausgangspunkt am Mond, wo Luft so rar ist, wie das Meer im Hausruckviertel. Der Narr oder Windgott darf die Wahrheit ungestraft sagen, sorgt aber dafür, dass die Richtungen der Traditionswinde gehörig durcheinander kommen, um letztlich zu einem kraftvollen Orkan zu fusionieren. Mit einem Schmunzeln wird die Kubatur der Komödie zur Blutwäscheanstalt für jedes Marschbuch. Die Vermessenheit dieser Absicht steht der "Liebesluft" so deutlich ins Gesicht geschrieben, wie Lachenjedem Trompetenton eine Sonnenbrille aufzusetzen weiß. Humor ist eine komische Art ernst zu sein, aber kaum etwas ist von ernsterer Wirkung, wie Erschütterungen des Zwerchfells. - Im übrigen zentraler Ort jeder gestützten Klangentfachung eines ernsthaften und traditionsbewussten Windmusikanten.

"Wer sich für das, was er gerne hat, nicht anzünden lässt wie einen Heustadl, der hat nichts besseres verdient, hat der Hieronymus Sepp Windinger schon immer gerne gesagt." (Musikvereinsobmann Giovi im Windsingspiel "Liebesluft")
NORBERT TRAWÖGER(07/2010)

oönachrichten
OÖNachrichten 28.10.2010


DER GOLDENE MOZARTSTRUDEL

nach und mit Wolfgang A. Mozarts Komödie "DER SCHAUSPIELDIREKTOR" KV 486 // Neufassung für die UAS – UpperAustrianSinfonietta

Neue Dialogfassung - Norbert Trawöger
Neue Musiken - Herwig Neugebauer
Inszenierung - Alexander Hauer
Einstudierung - Andreas Lebeda
UAS - UpperAustrianSinfonietta
Musikalische Gesamtleitung - Peter Aigner
in den Hauptrollen - Christine Ornetsmüller, Martina Fender, Karl Brandstötter, Josef Zwink

der goldene mozartstrudel
31.07.2009 - UpperAustrianSinfonietta

Küss Grott, Küss Grott wie schön ist es so viele kleine und große Kinder, Erfinder, Notenwinder und Klangbinder zu unserer neuen Show "Der goldene Mozartstrudel." - Ja, ja genau von unserem berühmten Strudelfabrikant aus dem tiefen Salzburger Mozartkugelland. Bitte, liebes Publikum, verwechselt ihn nicht mit diesem Notendrucker und Kugelspucker - wie hieß, der schnell: Wolfgangus Amadeus (der hat nur eine komplette Schauspieldirektor-Musik zu unserer Show geschrieben) - nein, nein o Gott, nicht der, der war nur der Urgroßonkel von unserem hochberühmten Strudelgott Leopoldo Harry Pepi Hans Maria Seppi Mozart seiner kleinen Großcousine ihrer kugelrunden Schwester. Poldi Mozart hat uns einen goldenen Mozartstrudel spendiert. Madame Herz, Mademoiselle Silberklenang und Monsieur Vogelsang werden unter der bewährten Leitung unseres Showmaster Monsieur Buff, um diesen ringen, pardon auch singen. Maestro Braschenfroh und seine fabelhaften Symphoniker sorgen für den besten Klang. Wer am besten singt, gewinnt oder so..... Nicht davon träumen und schon gar nicht versäumen!
NORBERT TRAWÖGER

oönachrichten kulturbericht
OÖNachrichten 10.02.2010 Kulturbericht OÖ März 2010


"Mozarts musikalisches Lustspiel 'Der Schauspieldirektor' in der Alfons Dorfner Halle Lembach, in einer von Norbert Trawöger erstellten Neutextierung, welche sprachlich weitgehend auf Mozarts Briefliteratur aufbaut und dramaturgisch auf einen modernen Songcontest zugeschnitten scheint. Das ungemein kurzweilige Stück gewinnt durch die schwungvolle Leistung des jugendlichen UAS Orchesters unter Peter Aigner sowie durch die hinreißende Gurgel - und Komödiantenakrobatik der Sängerinnen Christine Ornetsmüller (Madame Herz), Martina Fender (Mademoiselle Silberklang) sowie durch die Herren Karl Brandstötter und Josef Zwink. Herwig Neugebauer en komponierte etliche neue Passagen hinzu, Alexander Hauer besorgte szenische Tips."

Kronen Zeitung, 04.08.2009

eNTe : heimat